Reine Männersache und Die Mädels sorgen für außergewöhnlich schönes Konzerterlebnis

8_thumb1Vor ausverkaufter Kulisse, präsentierten die Sänger der 'Reinen Männersache' Zellhausen, gemeinsam mit dem Ensemble 'Die Mädels', einen wunderbar unterhaltsamen Konzertabend im Rathausinnenhof in Seligenstadt. Nach der wechselhaften Witterung der vorangegangenen Tage, hatte auch der Wettergott ein Einsehen und das Programm konnte bei bestem Sommerwetter über die Bühne gehen. Als Sänger im Chor und als Moderator glänzte Christian Fröhlich, der das Publikum souverän und nonchalant durch den Abend geleitete. Mit "Männer mag man eben" von Hans Unterweger, machte der Chor gleich zu Beginn deutlich, dass man das unerschöpfliche Thema Mann und Frau durchaus auch mit einem Augenzwinkern betrachten kann und nicht immer alles ganz so ernst genommen werden sollte. Die Findungsphase bei der Partnersuche wurde mit Songs wie dem Jazz-Standard "The Lady is a Tramp" oder den fesselnden James-Bond-Titeln "Diamonds are forever" und "Goldfinger" anschaulich illustriert. Dabei setzten die Sänger, die natürlich wieder mit ihrem Markenzeichen, den neon-orangen Hosenträgern unterwegs waren, auch darstellerisch, kleine, aber feine Akzente. Und auch Udo Reuter begeisterte mit seiner eindrucksvollen Solo-Jazz-Einlage das Publikum. Bei einigen Stücken, wurde der Chor von Regionalkantor Thomas Gabriel am E-Piano begleitet. Gemeinsam mit Chorleiter Roman Zöller gelang es den beiden Vollblutmusikern völlig entspannt, den berühmten Funken, fußwippend und fingerschnippend, auf Chor und Publikum überspringen zu lassen. Im weiteren Programmverlauf wiesen die Männer dann eindringlich darauf hin, dass bei Partnersuche und Partnerwahl durchaus auch Vorsicht geboten ist. So brennt am Ende des „Rendezvous“ von Oliver Gies die ganze Bude und Wolfgang Amadeus Mozart mahnt die Väter mit „Männer suchen stets zu naschen“, gut auf ihre Töchter aufzupassen. Mit dem Mottolied des Abends „Küssen kann man nicht alleine“, von Max Raabe, leiteten die Männer dann geschickt zu ihrem weiblichen Pendant, dem Ensemble „Die Mädels“ über. Ebenso selbstironisch wie zuvor die Männer, präsentierten die Mädels als Erstes „Für Frauen ist das kein Problem“, ein Stück, das von Anette Humpe, Max Raabe und Christoph Israel gemeinsam geschrieben wurde. Die Arrangements der Mädels hat die musikalische Leiterin der Gruppe, Nyka Foidl, den Sängerinnen auf den Leib geschrieben. Humorvoll und stets mit leichten Absurditäten gespickt, moderierten sich die Damen charmant durch ihr anspruchsvolles Programm, mit dem Sie die Zuhörer auf Anhieb begeisterten und zu Beifallsstürmen hinrissen.

M1_thumb1it Stücken zum Träumen, wie „Caravan of Love“ von den Housemartins, „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, oder „Rockland“ von Katzenjammer, wussten die fünf Damen ebenso souverän zu überzeugen, wie mit bekannten Pop-Titeln wie Tim Bendzko's „Nur noch kurz die Welt retten“. Und selbst für den Fall, dass eine Liebesbeziehung einmal zu Ende geht, hatten die Mädels ein passendes Stück im Gepäck. Mit "Dem letzten Lied“ der Berliner Gruppe Laing, machten sie deutlich, dass es, selbst wenn man das Ende einer Beziehung herbeigesehnt hat, nicht ganz so einfach ist. Denn wovon soll man träumen, wenn man nicht mehr weiß von wem? Im zweiten Programmteil kamen die „Reinen Männer“ dann doch noch einmal auf die „Wahre Liebe“ zu sprechen. Wenn auch zunächst mit einem Augenzwinkern, denn bei der musikalischen Liebeserklärung an diverse Hochglanzmagazine mit eindeutigem Inhalt, lässt Komponist Oliver Gies keinen Zweifel an den wahren, eher schlüpfrigen, Vorlieben der Männer. In der schottischen Ballade "Loch Lomond" schildern Chor und Solist Andreas Herr dagegen sehr eindringlich, dass Liebe auch über den Tod hinaus Bestand haben kann. Zum Abschluss des äußerst kurzweiligen Programms, machten Die Mädels mit "All about that Bass" von Meghan Trainor nochmals deutlich, dass auch die Frauen mit großen Größen durchaus ihre Verehrer in der Männerwelt haben. Gemeinsam mit dem Chor ließen die Mädels dann nochmal das Motto des Abends „Küssen kann man nicht alleine“, in der Version von Queen’s "Fat bottomed Girls" hochleben. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass den Sängern um Roman Zöller, gemeinsam mit den Mädels und den Organisatoren der Veranstaltungsreihe Zu guter Letzt ein außergewöhnliches Konzert gelungen ist und es ist zu hoffen, dass sich die Musikfreunde in der Region auf weitere schöne Veranstaltungen des Männerensembles freuen können.

Presseninfo von Winfried Herr